• Jury des 16. Hessischen Staatspreises

    Photo: Ulrich Schippe/Rat für Formgebung

  • Jurierung des 16. Hessischen Staatspreises

    Photo: @HMSI

  • Objekttest beim 16. Hessischen Staatspreis

    Photo: @HMSI

  • Jurierung des 16. Hessischen Staatspreises

    Photo: Ulrich Schippe/Rat für Formgebung

  • Jurierung des 16. Hessischen Staatspreises

    Photo: Ulrich Schippe/Rat für Formgebung

  • Notizen zum 16. Hessischen Staatspreis

    Photo: @HMSI

  • Objekttest beim 16. Hessischen Staatspreis

    Photo: Ulrich Schippe/Rat für Formgebung

  • Jurierung des 16. Hessischen Staatspreises

    Photo: Ulrich Schippe/Rat für Formgebung

  • Projektpräsentationen für den 16. Hessischen Staatspreis

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Universal Design in der Anwendung – Der 16. Hessischen Staatspreis

Vor 14 Tagen traf sich die Jury des 16. Hessischen Staatspreises für Universelles Design 2018, um die diesjährigen Preisträger_innen zu ermitteln. Mit dem Wettbewerb unterstreicht die hessische Staatsregierung die große gesellschaftliche Bedeutung des Universellen Designs (zur Ausschreibung). Verliehen wird der Preis alle zwei Jahre durch das Hessische Ministerium der Finanzen sowie das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Schirmherr des Hessischen Staatspreises Universelles Design ist der Hessische Ministerpräsident.
Der Rat für Formgebung ist mit der Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs beauftragt. Der Preis richtet sich an Unternehmen, Agenturen, Architekten, Designer und Institutionen, die Universelles Design auf besondere Weise fördern. Im Rahmen des Wettbewerbs vergeben die Ministerien zusätzlich einen Förderpreis, welcher sich an Studierende und Absolvent_innen von hessischen Hochschulen richtet.
Mit Peter Eckart war ein profilierter Experte für Universal Design im Rhein-Main-Gebiet bei der diesjährigen Jury des Staatspreises vertreten. Als Professor für integrierendes Design an der HfG Offenbach und Mitgründer der unit design GmbH in Frankfurt steht er exemplarisch für die Verbindung von Theorie und Praxis. Diese beiden Ansätze verbindet er als Leiter des Teilprojekts Design innerhalb des LOEWE-Schwerpunkts „Infrastruktur – Design – Gesellschaft“, mit dem Ziel eine multimodale, umweltfreundliche Mobilität mit den Grundsätzen des Universal Designs zu entwickeln.
Universelles Design wird dabei als die grundsätzliche Aufgabe für jede_n Designer_in verstanden. Der Mensch steht im Zentrum der Gestaltung. Und Design vermittelt zwischen dem Individuum, Technologie, Umwelt und Gesellschaft. Es handelt sich hierbei um eine verantwortungsvolle Aufgabe, da jede_r Nutzer_in Zugang zu Produkten, Räumen und Systemen erhalten soll. Universal Design ist damit nicht nur in der Verantwortung von Designer_innen, sondern allen die an dem Planungsprozess beteiligt sind.
In Mobilitätssystemen spielt dieser Aspekt des Universellen Designs eine besondere Rolle. Denn in den öffentlichen Systemen sind alle Menschen Teil der Zielgruppen. Ziel ist es dabei die Mobilität der Zukunft so zu gestalten, dass beispielsweise ein neues Service-System geschaffen und eine soziale Inklusion erreicht wird. Damit jede_r diese Informationen und Angebote nutzen kann, benötigt es das Wissen als auch die Notwendigkeiten und den Willen zur flächendeckenden Umsetzung von Universal Design.
Dies konkretisiert der LOEWE-Schwerpunkt mit dem Begriff des „Mobilitätsdesigns“, um den allumfassenden Gestaltungsansatz des Universal Designs auf Mobilitätssys-teme anzuwenden. Am Beispiel der Rhein-Main-Region wird dabei veranschaulicht, dass eine Gestaltung von zukünftigen Mobilitätsangeboten ohne Universal Design die zentralen Akteure nicht adressiert. Der LOEWE-Schwerpunkt fasst diese gesammelten Forschungsergebnisse in einem Manual zusammen, um die interdisziplinär erarbeiteten Resultate zukünftig auf andere Fragestellungen übertragen zu können.

von Prof. Peter Eckart und Dr. Yves Vincent Grossmann