Fahrradmobilität mit öffentlichem Verkehr verknüpfen – Innerhalb des Nationalen Radverkehrsplans entstehen neue Handlungsempfehlungen durch Forscher_innen an der Goethe-Universität

Zunehmend mehr Menschen in Deutschland benutzten ein Fahrrad. Der Anteil des Fahrradverkehrs seigt kontinuierlich. Der Nationale Radverkehrsplan (NRVP) der Bundesregierung ist seit dem Jahr 2002 eine der zentralen Initiativen den Radverkehr in Deutschland attraktiver zu gestalten. Ziel ist es dabei die Fahrradmobilität zu fördern und auf lokaler Ebene neue Lösungsansätze zu entwickeln. Als Teil eines nachhaltigen Mobilitätssystems sollen etwa die Verbindungen von öffentlichem Personennahverkehr und Fahrrad weiter gestärkt werden.

Anfang September 2018 wurden in einer wissenschaftlichen Fachtagung die Resultate von insgesamt neun Forschungsprojekten innerhalb des NRVP vorgestellt und diskutiert. Hierzu veranstaltete die Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt, in Zusammenarbeit mit dem ADFC Hessen, die Konferenz „Fahrrad und Intermodalität – Ergebnisse aus Projekten des Nationalen Radverkehrsplans“. Prof. Dr. Martin Lanzendorf, Leiter der Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung, ist zudem innerhalb des project–mo.de tätig. Dort bringen er und seine beiden Mitarbeiter_innen Dr. Hannah Müggenburg und Andreas Blitz ihre sozialwissenschaftlichen Expertisen in den LOEWE-Schwerpunkt ein und hinterfragen im Teilprojekt „Gesellschaft“ die Mobilität des Einzelnen im Verhältnis zum Verkehrssystem und dessen Infrastrukturen.

Auf der Konferenz „Fahrrad und Intermodalität“ präsentierte Prof. Lanzendorf gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Lucas Czowalla Ergebnisse und Handlungsempfehlungen zum Fahrrad im öffentlichen Verkehr. Diese entstanden in einem Forschungsprojekt, das durch das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur innerhalb der „NRVP 2020“-Förderlinie von 2015 bis 2018 finanziert wurde. Mit ihrer Publikation „Neuere Entwicklungen zur Integration von Fahrrad und Öffentlichem Verkehr in Deutschland“ entstand auf der einen Seite ein kompakter Überblick zum aktuellen Stand bei der Verknüpfung des Fahrrads mit dem öffentlichen Nachverkehr. Der auf der Konferenz vorgestellte Handlungsleitfaden „Fahrrad und öffentlichen Verkehr gemeinsam denken – Die Verknüpfung von Fahrradmobilität mit öffentlichem Verkehr als Beitrag zu Daseinsvorsorge und Klimaschutz“ soll auf der anderen Seite dazu beitragen, dass kommunale Akteure und Verkehrsunternehmen in der Lage sind die Verknüpfung des Fahrrads mit den Angeboten des öffentlichen Verkehrs zu verbinden.