Die Designstudentin Annika Storch hat mit LINE 39 ein Projekt entwickelt, das die Problematik des öffentlichen Nahverkehrs während der COVID-19-Pandemie aufgreift:

LINE 39 ist eine dynamische Lichtprojektion. Das interaktive Linienraster ist für stark besuchte Bahnhöfe in Zeiten der Pandemie entwickelt und kann Reisenden auf dem Bahnsteig helfen, den richtigen Sicherheitsabstand zu anderen Personen einzuhalten. Es reagiert auf alle Personen auf dem Bahnsteig und wölbt sich jeweils in einem Abstand von 1,5 Metern um die Personen. Sich verdichtende Linien zeigen an, wenn sich Fahrgäste zu nahekommen. So erhalten die Fahrgäste ein direktes Feedback, welcher Raum ihnen in diesem Moment zur Verfügung steht und welcher Bereich anderen Reisenden zugestanden werden sollte.

Das Ziel von LINE 39 ist es nicht nur, die Fahrgäste frühzeitig zu warnen, sondern auch, diese zu schützen, ihnen Sicherheit und vor allem das Vertrauen in die öffentlichen Nahverkehrssysteme zurückzugeben.

Aktuell ist das Projekt in der analogen und virtuellen Jubiläumsausstellung der HfG Offenbach im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen.

Hier kann die Simulation auf dem eigenen Rechner getestet werden: http://annika-storch.com/

Das Projekt entstand im SoSe 2020 im Semesterprojekt „…und jetzt?“ vor dem Hintergrund der Nutzung öffentlichen Nahverkehrs während der Corona-Pandemie.

Betreuung: Prof. Peter Eckart, Dipl.-Des. Julian Schwarze, Dipl.-Des. Daniel Rese