Stadtgestaltung zur Förderung der psychischen Gesundheit in Hauptverkehrsstraßen anhand von Fallstudien aus dem Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main

Ein neues Projekt der Martin Knöll (TU Darmstadt)

23. März 2021 – Stadtstraßen sind die am weitesten verbreiteten und am stärksten frequentierten urbanen öffentlichen Räume. Aber noch immer fehlt ein vollständiges Verständnis davon, welche Faktoren der Straßenumgebung zur psychischen Gesundheit beitragen. Eine erholsame Umgebung hat das Potenzial, Menschen dabei zu helfen, sich von gerichteter Aufmerksamkeitsmüdigkeit zu erholen, Stress zu reduzieren und positive Emotionen zu fördern. Die meisten existierenden Studien konzentrieren sich auf das erholsame Potenzial der natürlichen, grünen Umgebung, und nur eine kleine Gruppe von ihnen hat die städtische, graue Umgebung wie Straßen untersucht. Lanqing Gu, Doktorandin in der Forschungsgruppe „Urban Health Games“ wählt in diesem zweiteiligen Projekt innerstädtische Ausfallstraßen im Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main als Studienobjekte. Ziel ist es, den Zusammenhang von städtebaulichen Elementen auf Makro- und Augenhöhe mit erholsamen Wirkungen zu untersuchen.

Im ersten Teil des Projekts wird untersucht, wie sich städtebauliche Elemente der Makroebene auf erholsame Effekte in Boulevards auswirken. Es wird analysiert, wie Straßennetzcharaktere, Landnutzungsmuster und Gebäudedichte mit der Bewertung der Erholsamkeit durch die Nutzer und Nutzerinnen zusammenhängen. Der zweite Teil wird sich auf die Elemente auf Augenhöhe konzentrieren. Befragungen bei einer Vor-Ort-Begehung in Kombination mit einem mobilen Eye-Tracking-Gerät werden eingesetzt, um ein detailliertes Verständnis darüber zu erlangen, wie Umweltfaktoren während des Gehens auf erholsame Effekte wirken.

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.