15. März 2021 – Durch die breite Verfügbarkeit von Smartphones und deren verbesserter Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren haben sich neue Möglichkeiten zur Umsetzung mobiler Anwendungen ergeben. Verwendet man Smartphones, um das Bewegungsverhalten von Nutzenden zu bestimmen und anonymisiert auszuwerten, wird dadurch der Prozess der Bedarfserfassung automatisiert, vereinfacht und beschleunigt. So können etwa standortbezogene Dienste („Location-based Services“) wie beispielsweise die Bereitstellung von Verkehrsinformationen, Wetterberichten oder Fahrplänen in Echtzeit das alltägliche Unterwegssein effizienter und angenehmer machen. Einige dieser Anwendungsfälle sind jedoch nicht rein standortabhängig, sondern unterscheiden sich auch je nach gewähltem Transportmittel. Ist die aktuelle Transportart eines Nutzers oder einer Nutzerin bekannt, können die zur Verfügung gestellten Informationen direkt und in Echtzeit angepasst werden (sog. Transportation Mode Detection und Travel Mode Detection).

Thomas Tregel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Darmstadt und Mitglied des LOEWE-Schwerpunkts „Infrastruktur – Design – Gesellschaft“, arbeitet an der Unterscheidung von motorisierten Transportarten mithilfe von Smartphone-Sensoren in urbanen Gebieten und hat dazu eine umfangreiche Studie veröffentlicht, zugleich seine Dissertation. Ziel seiner Forschungsarbeit ist die Entwicklung eines Ansatzes, durch den die aktuelle Transportart eines Nutzers oder einer Nutzerin in Echtzeit mithilfe eines Smartphones auf dem Smartphone selbst bestimmt werden kann. Der Fokus liegt dabei auf der Unterscheidung von Transportmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs. Einsetzen lässt sich dies im Bereich „Location-based Games“: Auf der Grundlage von Modalitätserkennung werden im LOEWE-Schwerpunkt Apps konzipiert, die umweltfreundliches multimodales Mobilitätsverhalten spielerisch fördern sollen.