Kinder sind eine sehr wichtige, wenn nicht die wichtigste demographische Gruppe in der Gesellschaft. Die kinderfreundliche Stadt gewinnt bewusst an Bedeutung und Anerkennung unter Forschern und Praktikern. Der von Jaime Lerner formulierte Grundsatz „Eine Stadt, die gut für Kinder ist, ist eine Stadt, die gut für alle ist“ wird zu einem wesentlichen Prinzip für das Gedeihen von Städten. Darüber hinaus ist das Erreichen von unabhängiger und aktiver Mobilität bei kleinen Kindern nicht nur ein Schlüsselindikator für eine lebenswerte Stadt, sondern trägt auch zur kognitiven und emotionalen Entwicklung der Kinder sowie zu ihrer körperlichen Gesundheit bei. 

Die Mobilität von Kindern hat sich in den letzten Jahren zu einem nahezu unüberschaubaren Forschungsfeld entwickelt, in dem Deutschland jedoch auffallend still bleibt (Scheiner, J. 2019). Zudem konzentrieren sich die meisten Studien zur Kindermobilität auf „Schulwege“ und „Mobilitätsführerscheine“ und weniger Studien beziehen sich auf die Auswirkungen relativ neuer Instrumente des Stadtmanagements und das Mobilitätsverhalten von Kindern und ihren Bezugspersonen. 

Daher gibt es immer noch eine Forschungslücke hinsichtlich der Auswirkungen bestimmter städtischer Managementinstrumente auf das Mobilitätsverhalten von Kindern und ihren Betreuern in städtischen Gebieten. Genauer gesagt, ob diese Managementinstrumente zur aktiven Mobilität dieser spezifischen Gruppe in großen, dichten Städten in Deutschland beitragen oder diese fördern.

Die Doktorarbeit wird sich auf die oben genannten Themen konzentrieren und als Methoden verwenden: Experteninterviews, Interviews vor Ort und Beobachtungen vor Ort. Diese Methoden werden in zwei verschiedenen Studienfällen angewendet: einer in der Stadt Frankfurt am Main und der andere in Darmstadt, die beide per Definition Großstädte sind, aber unterschiedliche Charakteristika aufweisen. 

Einzige Quelle: 

Scheiner, J. (2019). Mobilität von Kindern. Stand der Forschung und planerische Konzepte. Raumforschung und Raumordnung Spatial Research and Planning, 77(5), 441-456.

Waerden, P. V. D., Timmermans, H. & Borgers, A. (2003). The influence of key events and critical incidents on transport mode choice switching behaviour: a descriptive analysis. CD-ROM of the 10th International Conference on Travel Behaviour Research, Lucerne, August 2003, Lucerne.

Fokusthema Active Mobility
Art des Projektes • Forschungsprojekt, Promotionsprojekt
Institution • Technische Universität (TU) Darmstadt, Forschungsgruppe Urban Health Games, LOEWE-Schwerpunkt IDG
Disziplin • Architektur / Urban Design
Betreuende • Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll,
Promovendin • M.Sc. Gladys Vasquez Fauggier
Kontakt • project-mo.de@hfg-offenbach.de
Status • laufend
Projektzeitraum • 11/2017 – 10/2022

Dokumentation und weitere Informationen