Welche gestalterischen Maßnahmen unterstützten die Orientierung von Reisenden in Mobilitätsstationen? Experimentelle Tests in virtuellen S-Bahn-Stationen

2. Oktober 2020 – Im Forschungsprojekt „Cognition Design“ arbeitet ein Team unter der Leitung von Prof. Peter Eckart (HfG Offenbach, Design) und Prof. Dr. Melissa Le-Hoa Vo (Goethe-Universität Frankfurt, Kognitionspsychologie) daran, die Wahrnehmung von Reisenden in virtuellen Mobilitätsstationen zu testen. Nach Abschluss der Pre-Tests wurden jetzt VR-Eyetracking-Tests mit Proband_innen durchgeführt (unter Beachtung von Corona-Hygieneregeln). 16 Teilnehmer_innen lösten Orientierungsaufgaben an sieben unterschiedlichen virtuellen S-Bahn-Stationen und ließen dabei ihre Augenbewegungen messen. Durch eine Auswertung der Daten wollen die Mitglieder des Projekts auf Orientierungsabläufe bei der Benutzung einer S-Bahn-Station schließen: Welche gestalterischen Maßnahmen unterstützen die Orientierung? Welche Objekte erhalten besondere Aufmerksamkeit? Nach dem quantitativen Testing wurden die Teilnehmenden zu ihrem Erlebnis in der virtuellen Realität interviewt. Zum Vergleich wurde ein weiterer Test mit Orientierungsaufgaben an einer realen Station (mit Eye-Tracking-Brille) durchgeführt: Unter welchen Bedingungen und mit welchem Realitätsgrad der Visualisierungen lassen sich valide, übertragbare Ergebnisse mit Hilfe von VR-Simulationen und Eye-Tracking sammeln? Die Methoden und Ergebnisse des Projekts werden in wissenschaftlichen Artikeln, einem digitalen Testbed und einem Kurzfilm dokumentiert und so für weitere Forschungen zugänglich gemacht.

Das Projekt „Cognition Design“ (HA-Projekt-Nr. 817/19-137) wird aus Mitteln des Landes Hessen und der HOLM-Förderung im Rahmen der Maßnahme „Innovationen im Bereich Logistik und Mobilität“ des  Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen gefördert.