Um das Fahrradfahren sicherer und attraktiver zu machen, wurden in vielen Städten weltweit Fahrradstraßen eingerichtet, in denen der Radverkehr Vorrang vor dem motorisierten Verkehr hat. Bislang gibt es allerdings keine allgemeingültigen Leitlinien für die Gestaltung von Fahrradstraßen. Und wie unterschiedliche Straßendesigns individuell wahrgenommen werden, ist kaum bekannt. Dabei sind positive Bewertungen von Sicherheit und Attraktivität zentral für ein angenehmes „Er-fahren“ des öffentlichen Raums.

Hannah Müggenburg, Andreas Blitz und Martin Lanzendorf von der Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung an der Goethe-Universität Frankfurt haben im Rahmen von LOEWE IDG/project-mo.de diese individuelle Wahrnehmung anhand von drei Designs für Fahrradstraßen untersucht: „konventionell“, „flow“ und „shared space“. Visualisierungen dieser von Designer:innen der Hochschule für Gestaltung Offenbach erarbeiteten Entwürfe wurden in den Fragebogen einer umfangreichen Haushaltsbefragung in Offenbach aufgenommen. Die Teilnehmenden sollten die unterschiedlichen Gestaltungen hinsichtlich Sicherheit, Übersichtlichkeit, Attraktivität und Fahrspaß bewerten.

Die Ergebnisse wurden soeben in der Zeitschrift „Case Studies on Transport Policy“ veröffentlicht. Mit dieser neuen Studie führt die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Martin Lanzendorf im Rahmen von LOEWE IDG eine Reihe von Untersuchungen zum Radverkehr auf Basis der Haushaltsbefragung in Offenbach fort.